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Jäger erlegt die eigene Mutter und berichtet stolz davon im „Wild und Hund“-Forum!

Aesung

Mutter Mutznock: Letzte Äsung, bevor sie niedergestreckt wurde!

Überpopulation

Neulich ging ich mit meiner Mutter, sie ist knapp 90, ein wenig im nahegelegenen Wald spazieren. Plötzlich fiel mir ein, dass es in Deutschland vielzuviele alte Menschen gibt. Überbevölkerung, schmale Rente, Belastung der Krankenkasse.

Da erinnerte ich mich, wie die Jäger solche Probleme bei den Tieren lösen. Zunächst warf ich meiner Mutter ein paar Kirrbrocken hin, Schwarzwälder Kirschtorte mochte sie immer so gerne. Dann lockte ich sie mit einer speziellen Pfeife, die die Stimme ihrer besten Freundin Gertrud imitierte. Ich nahm einen großen Stock und schlug ihr auf den Spiegel, worauf sie zu Boden stürzte. Mit einer doppelläufigen Büchse bearbeitete ich sie dann weiter. Sie rollierte und schlegelte heftig, als der Hund sie am Hals packen wollte. Daraufhin fing sie heftig an zu klagen, sodass der Hund von ihr abließ.

Leider hatte ich den Trägerschuss verfehlt, sodass das Stück abgängig war. Allerdings schweißte sie heftig, was mir bei der Nachsuche sehr half. Zum Glück fand ich bei ihr kein Feuchtblatt und keine verkümmerte Brunftrute im Schamspalt, so blieb ihr auch die Perückenbildung erspart. Alsdann schlug ich sie aus der Decke, fachmännisch vom Träger abwärts über das Brustbein, die Lauscher zunächst an der Decke lassend.

Federn raus, Decke weg, Ofen an. Der örtliche Metzger meinte, er könne leider nichts dafür bezahlen. Das war ein köstliches Mahl und ein unvergessliches Erlebnis, an das ich noch gerne und oft zurückdenke.

S. Mutznock

Link zum Original-Bericht: hier klicken!

Dieses Jagderlebnis fand ich im „Wild und Hund“-Forum. „Wild und Hund“ ist eine renommierte Zeitschrift für die Jagd … genauso, wie der „Spiegel“ eine renommierte Zeitschrift für Politik ist. Viele Jäger lesen „Wild und Hund“ auf dem Hochstand, so ganz nebenher, während sie auf Tiere schießen, oder daheim auf dem Lokus, während sie anderweitig einen abdrücken. Auch ich, liebe Mitjäger, bin seit Jahren ein begeisterter Leser dieser Zeitschrift, die – wie gesagt – im Internet ein großartiges Forum unterhält. Dort kann man herrliche Jagderlebnisse austauschen oder andere Jäger privat kennenlernen, so richtig, mit allem Drum und Drin. Sigmund Mutznock ist den Lesern dieses Blogs kein Unbekannter, den obigen Beitrag im „Wild und Hund“-Forum entdeckte ich jedoch erst vor kurzem.

Heil Jagd!
Ihr Heribert Ranzmann 

wald_flucht

Kurz bevor Mutter Mutznock erlegt und verspeist wurde, versuchte sie sich noch ins dichte Unterholz zu flüchten.

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Johannes Kaplan ist wieder da!

Johannes Kaplan ist wieder da!

Johannes Kaplan – redlich, keusch und entmündigt

Johannes Kaplan ist nicht nur ein redlicher und keuscher Mensch, sondern auch ein entschiedener Gegner der Jagd. Und wenn er einen Angler erblickt, so schnappt er sich dessen Fang und wirft ihn zurück ins Wasser. Fische sollen schließlich schwimmen, so meint er.

Im Jahr 2006 hatte der agile Entmündigte sein berühmt-berüchtigtes Forum dichtgemacht, die dazugehörige Homepage gleich mit. Nun ist er wieder da – ganz zeitgemäß, mit einem Blog bei WordPress: http://johanneskaplan.wordpress.com/

Darüber freu ich mich, und mir ist egal, ob es sich um den „echten“ Johannes Kaplan oder um ein Remake handelt. Die Inhalte seiner Site waren nicht unwitzig, es ist gut, dass sie nun wieder der Allgemeinheit zugänglich sind.

Dass Johannes Kaplan ein Gegner der Jagd ist, stört mich dabei nicht weiter. Seine große Zeit ist längst vorbei. Um die Jahrtausendwende war er bekannt wie ein bunter Hund. In seinem Forum ging es hoch her, dort stritten sich die Größen der Redlichkeit (Reinhard Pfarrpfeifer, Karl-August Bromme, Franz Frommheld, August Hohenmeiser, Sigmund Mutznock, usw.) mit der unredlichen Gameboy-Jugend. Auch der Toilettenschlürfer Dankwart der Tankwart war mit von der Partie. Tja, die gute alte Zeit, in der auch meine Seite („Forstschrat Heribert Ranzmann“) online ging.

So ist das neue Johannes Kaplan-Blog eine schöne Erinnerung an die bizarren Ideen der Redlichkeitsbewegung.

Rotmund-Hai

Dieser Angler sollte sich vor Johannes Kaplan in Acht nehmen!

Aufregung im Antiveganforum

Massenhysterie im Antiveganforum

Die Schreiber im Antiveganforum leiden unter Trauer, Ohnmacht und Zorn!

Vor einigen Jahren war der inzwischen verblichene Schlachtermeister Karl-August Bromme so frei, meine Seite im Forum der überaus bedeutenden Jagdzeitschrift „Wild und Hund“ zu verlinken. Brommes Kumpel, der Hobby-Psychologe Sigmund Mutznock, mischte ebenfalls mit. Irrtümlicherweise hielten die im Wild-und-Hund-Forum agierenden Jäger meine Texte für Satire, was natürlich unsinnig war, denn alles, was ich schreibe, war schon immer bier- und bitterernst gemeint.

Dennoch gerieten die Wild-und-Hund-Schreiberlinge zusehends aus der Fassung. Zunächst wurde – selbstverständlich!Biber gelbe Zähnekonstatiert, dass Jagdsatire grundsätzlich witzlos, verkrampft und langweilig sei. Ein User mit dem putzigen Nick „Biber“ (Biber sind skurrile Nagetiere mit fettigem Fell und eklig-gelben Zähnen) rief seine Mitjäger sogar dazu auf, Strafanzeige gegen mich zu stellen. Welcher Straftat ich mich schuldig gemacht hätte, verriet der Gelbzahn nicht.

Als sich Karl-August Bromme und Sigmund Mutznock im Laufe der Diskussion lustig über den Zwergenaufstand machten, drehte „Biber“ völlig durch und veröffentlichte Anschrift, Telefonnummer und Kontodaten eines Unbeteiligten, den er fälschlicherweise hinter meiner Seite vermutete, bei dem es sich aber lediglich um den Betreiber eines von mir genutzten Kurzurl-Dienstes handelte. Gewiss war es die Redaktion der Zeitschrift „Wild und Hund“ (zu deren enthusiastischsten Lesern ich mich zählen darf) selbst, die dem irren Treiben ein Ende setzte und den den größten Teil des Threads löschen ließ, so dass man sich heute nicht mehr über den Ausbruch spontaner Massenhysterie amüsieren kann.

Nun, viele Jahre später, werden meine Internetbeiträge endlich wieder einmal zur Kenntnis genommen: von einigen wenigen Teilnehmern des „Antiveganforums“! Nun bin ich nicht nur begeisterter Jäger, sondern hasse überdies auch Veganer wie die Pest. Wer noch nie ein argentinisches Rindersteak aß (medium gegrillt, mit Backkartoffel in Folie serviert… mmhhh, lecker!), hat praktisch umsonst gelebt. Auch ein Hackepeterbrötchen mit viel Zwiebeln, Salz und Pfeffer ist praktisch unverzichtbar.

Für mich sind Veganer einfach Spinner, bei denen die halbimpotenten Männer Kinderschlüpfer häkeln, während ihre bescheuerten Frauen vorm nächstbesten Supermarkt zum Israel-Boykott aufrufen. Dennoch wäre es mir zu dumm, mich in einem Anti-Vegan-Forum über eben solche Leute, die ich nicht ausstehen kann, zu echauffieren. Psychologisch gesehen ist es pathologisch, sich permanent mit Dingen zu beschäftigen, über die man sich ärgert.

So mag eine gewisse geistige Verwirrung ursächlich dafür sein, dass vereinzelte Teilnehmer des Antiveganforums mein Blog für Jagdsatire halten.

Jagdsatire, so stellen die Forenschreiberlinge allerdings folgerichtig fest, ist grundsätzlich witzlos, verkrampft und langweiligselbstverständlich!

Gastbeitrag von Studienrat Sigmund Mutznock, Castrop-Rauxel

Stück Wild jagenMorgendämmerung. Alles schläft. Nur ich bin wach. Schleiche mich in den Wald, schwer bewaffnet. Es ist ruhig. Hier und da hört man Regentropfen, die auf unberührten Boden fallen. Einige Vögelchen zwitschern. Ich kann sie nicht sehen, also leider nicht erschießen. Ich gehe weiter, erreiche eine Lichtung. Steige auf den Hochstand. Ansitzen. Ihr dummen Nicht-Jäger. Ihr wisst nicht, was in der Natur vorgeht. Aber ich weiß es: Fluktuation des Wildes. Bestände. Natürliches Gleichgewicht, durch Jäger wie mich geschaffen. Ich weiß alles über diesen Wald. Alles über die Tiere. Ich kenne alle Zusammenhänge. Ich bin, denn ich weiß. Ich bin Go…

Was ist das? Ein Stück Wild betritt die Lichtung, sieht sich vorsichtig witternd um. Ich erhebe mich langsam, lege an. In meinem Magen und meinem Schlüpfer rumort es. Ich zittere vor freudiger Erregung. Drüsentätigkeit. Schweißausbrüche. Ein Lüftlein will ans Tageslicht. Ich ignoriere den Drang. Das Knattern meines Enddarms würde das Stück Wild erschrecken.

Ich drücke meinen Reptierrevolver ab. Das herrliche Knallen der Jagdwaffe zerreißt die Stille. Der Schuss hat gesessen: der halbe Hinterlauf des Stück Wilds ist aufgeplatzt, eine Schlagader pumpt rhythmisch pochend Blut ins Freie. Es dampft. Das Stück Wild versucht sich humpelnd davonzumachen. Einfach grotesk! Ich lache aus vollem Halse über den ulkigen Anblick. Zwei, dreimal schlage ich mir gröhlend auf die Schenkel, dann verlasse ich in stolzer Haltung den Hochstand.

Nachsuche. Ich gehe auf das Stück Wild zu. Es ist seitlich umgefallen. Atmet heftig. Blickt mich mit vor Angst irrem Blick an. Das dämliche Vieh spürt: Hier kommt ein Hoher zu mir. Ein Jäger. Ein Wesen, das alles über mich und die Natur weiß. Auch mir wird in diesem Augenblick außerordentlich klar, wer ich bin. Ein Überwesen, ein Übergott. Nur ich – und die anderen Jäger – wissen über sämtliche Zusammenhänge dieser Welt Bescheid. Ein tiefes, hochzufriedenes Seufzen kommt aus meiner Kehle. Ich, der Herr über Leben und Tod. Ich, der Alleswisser und sich im Recht befindliche. Kein Wunder, dass in dieser Sekunde der winzige Kerl in meiner Hose zu pulsieren und zu wachsen beginnt. Ich verändere die Welt, bin Schicksal… Während ich erneut anlege, streckt sich mein ganzer Körper. Ich werde zu einer imposanten Erscheinung mit stolzgeschwellter Brust.

totgepirschtEs kracht. Der Glanz in den Augen des Stück Wilds erlischt schlagartig. Ich kann nicht anders. Ich gebe einen ohrenbetäubenden, urigen Schreilaut von mir. Ich bin nicht nur der Herr dieses Waldes – ich bin der Herr der Welt, wie ich nun erkennen muss.

Unglaublich. Was ich bin … ein Jäger … etwas überirdisch Schönes … alles, was der Mensch erreichen kann, das bin ich. Ich schreie immer noch. Glück, Glück und nochmals Glück durchströmt orgasmusartig meinen Jagdleib. Ich taumele hin und her, bis ich merke, dass ich mich selbst beschmutzt habe, denn alle Muskeln haben sich aufgrund des Freudenrausches arg entspannt. Ich genieße die herausströmende Wärme, die langsam meine Kniekehlen erreicht. Ein herber Männerduft erfüllt die Umgebung.

Ich schlitze das Stück Wild auf. Hole das dampfende Gedärm hervor. Dann werfe ich mir den blutenden, warmen Kadaver über meine Übermenschen-Schultern, trage es von dannen, bis hin zu meinem Rover. Am Abend werde ich, darauf freue ich mich, mit meinen Jagdfreunden ordentlich einen Saufen. Schließlich muss unser All-Wissen, unser All-Können gebührend gefeiert werden.