Wildsauen entmannen deutschen Jäger

Aggressive Wildschweine

Deutsche Jäger kastriert – von aggressiven Schwarzkitteln!

Bernd Köchler holte bereits im Grundschulalter mit der Steinzwille unzählige Vogelnester aus den Bäumen, und später, in der Pubertät, brachte er mit seinen Springerstiefeln so manchen Igel zur Strecke. Mit 16 Jahren erwarb er den mit Einschränkungen verbundenen Jugendjagdschein, seit seiner Volljährigkeit geht er mindestens 3x täglich mit der doppelläufigen Repetierbüchse auf die Pirsch.

Jäger als Umweltschützer

Bernd Köchler kann inzwischen über den bizarren Vorfall lachen…

Doch das alles fand mit dem 16.08.2019 ein trauriges Ende: Bernd Köchler ist seit diesem Tag nämlich kein Mann mehr! Natürlich läuft er jetzt nicht als Frau herum, auch dem „dritten Geschlecht“ ist er keineswegs zuzurechnen. Bernd Köchler widerfuhr etwas viel Schlimmeres.

Am Abend des 16.08.2019 kletterte er nämlich mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken auf seinen Lieblingshochsitz – der liegt im Südharz am Rande eines Waldes, in dem nur noch wenige Tiere leben. Das Gebiet könnte ein Paradies sein, wenn nicht immer wieder Wildschweine durchs Unterholz streifen würden.

Doch Bernd Köchler hatte tagelang keine Schwarzkittel mehr ausgemacht, deshalb war er unvorsichtig geworden. Er hockte sich an diesem verhängnisvollen Abend gemütlich hin, öffnete den Rucksack und holte den darin enthaltenen Proviant hervor: 2 Flaschen Starkbier, vier Fläschlein „Forstmeister“ (Jagdlikör, 52 % Alkohol) sowie 1,5 Liter Wodka im Tetra Pak. Köchler hatte den ganzen Tag nichts Deftiges gegessen, nun trank er zu schnell und viel zu viel. Das muss der Grund dafür gewesen sein, warum er nach 15 Minuten hackedicht war und die sich ihm nähernde Überläuferrotte nicht bemerkte. Köchler wurde erst aus dem Tran gerissen, als es bereits zu spät war.

Die Angreifer müssen seiner Schilderung nach monströs gewesen sein, der Anführer der Rotte habe ein Gewaff von mindestens 60 cm gehabt … und überdies sogar Reißzähne! „Die Viecher grunzten gar nicht wie Schweine, sondern brüllten wie diese Zombies, die es in Amerika gibt!“, glaubt er sich zu erinnern.

Fest steht jedenfalls, dass die Schwarzkittel sich an den Stützen seines Hochstands zu schaffen machten und den Aufbau schließlich vollständig zum Einsturz brachten. Bernd Köchler wurde durch die Luft gewirbelt und landete unsanft im hohen Gras – mit bis zu den Knöcheln heruntergezogenem Schlüpfer. Das Schwarzwild nutze die nackte Hilflosigkeit des deutschen Waidmannes gnadenlos aus: Bernd Köchler wurden insgesamt zwei Hoden abgefressen!

Weitere Tiere schlossen sich der Attacke an. „Ein Reh näherte sich mit seiner Schamspalte bedrohlich meinem Gesicht, drei Kaninchen köttelten ganz in meiner Nähe wie die Wilden!“, berichtete Bernd Köchler später mit hoher, aufgeregter Stimmer der Lokalpresse, wobei ihm die Erleichterung darüber anzusehen war, noch einmal mit dem Leben davongekommen zu sein.

Er hatte wahrlich Glück im Unglück! Zwei Jäger, die zufällig in der Nähe waren, wurden an dem verhängnisvollen Abend durch das furchterfüllte Gekreische aufmerksam. Im Gegensatz zu Bernd Köchler waren die beiden nur leicht angetrunken, sie konnten ihre Jagdflinten deshalb gekonnt zum Einsatz bringen. Eines der angreifenden Kaninchen war sofort tot, das freche Reh wurde lediglich geständert, es konnte auf drei Läufen, dabei heftig schweißend, entkommen. Die Überläuferrotte hatte allerdings schon beim ersten Knall das Weite gesucht. Feige Bande!

Bernd Köchler wurde von seinen Jagdkollegen ins Harz-Klinikum gebracht – aber nicht, ohne vorher nach alter Tradition ein letztes Mal geäst worden zu sein.

Inzwischen führt er wieder ein ganz normales Leben. „Ich bin eh Single, deshalb ist es nicht weiter schlimm, dass mir meine beiden Wunderkugeln verlustig gegangen sind“, erklärt er und lacht dabei schelmisch. „Im Jägerchor allerdings trete ich nicht mehr als Bariton auf, sondern singe in der Stimmlage Alt.“

Dann ist er ja noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Alles Gute, Bernd Köchler!

Über Heribert Ranzmann

Ich bin ein Mann von echtem Schrot und Korn, und ein großartiger Jäger noch dazu!

Veröffentlicht am 13. September 2019 in Horrortiere und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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