Pirsch statt Playstation – Kinder und Jagd

kinderjagd

Liebe Fallensteller, Sauenjäger, Waidmänner!

Kinder beschäftigen sich ja, falls sie überhaupt irgendetwas tun, meist mit völlig sinnbefreiten Sachen. Sie spielen mit der Playstation 4, blättern in Comic-Heften oder surfen im Netz.

In der Schule lernen die Gören auch nichts Vernünftiges. Welchem 12-Jährigen ist denn schon bekannt, dass sich im Wald unzählige Schweine herumtreiben und mit ihren harten Borsten Bäume zu Kleinholz verarbeiten? Die immensen Waldschäden, verursacht durch Tiere, kommen im deutschen Lehrplan einfach nicht vor.

Unter dem Titel „Kinder und Jagd – Pirsch statt Playstation“ nimmt sich die aktuelle Ausgabe der „Deutschen Jagd Zeitung“ des Themas an. Dem ästhetisch äußerst gelungenen Cover ist zu entnehmen, dass es auch anders geht: Ein blond gelockter Jüngling sowie ein weiterer Knabe, gehüllt in Müllwerker-Kleidung, zerren an den blutigen Kadavern frisch erlegter Wildsäue herum … und gucken währenddessen leicht desorientiert auf eine unsichtbare Bezugsperson.

Das ist doch mal was anderes, als an der heimischen Spielkonsole Zombies und andere Phantasiemonster abzuschießen! Diese beiden Kinder konnten live erleben, wie eine Kreatur tatsächlich vom Leben in den Tod befördert wird. Sie durften sogar die noch dampfenden Tierleichen berühren.

Aber wieso muss derartiges denn immer privat organisiert werden? Wieso kann der Staat nicht dafür sorgen, dass unser Nachwuchs – sei es aus Kindertagesstätten, sei es aus Grundschulen – gruppenweise an der Jagd teilnehmen kann? Wir Jäger könnten dann Zeugnisse an die Kinder verteilen, und wenn sich ein Balg besonders bewährt, dann darf es auch selbst mal eine scharfe Waffe in die Hand nehmen und Strecke machen.

Das sollten uns unsere Kinder doch wohl wert sein!

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Über Heribert Ranzmann

Ich bin ein Mann von echtem Schrot und Korn, und ein großartiger Jäger noch dazu!

Veröffentlicht am 27. November 2015 in Herrliche Jagd und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 7 Kommentare.

  1. Danke für den bissigen Artikel. Dem ist nichts hinzuzufügen. Oder doch? Also ich gehe mal davon aus, dass das Titelbild der „Deutschen Jagdzeitung“ kein Ergebnis einer gekonnten Photoshoparbeit ist. Dann kann man derlei eigentlich nur als „abgrundtief pervers“ bezeichnen. Kinder posieren vor abgeschlachteten Wildschweinen und die kranken Macher dieses Bildwerkres geben derlei auch noch als anstrebenswertes Verhalten aus.Ein neuerlicher Beweis für die alte Formel, dass die Jagd eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit sei.

    • Heribert Ranzmann

      Hallo, Peter,
      danke für den Kommentar. Leider war Dein Text lange Zeit nicht zu sehen, da er in der Warteschlange gelandet war. Da ALLE Kommentare normalerweise sofort und ohne Moderation erscheinen, war mir dies leider bis jetzt nicht aufgefallen. Waidmanns pardon!
      Heribert Ranzmann

  2. Das Titelbild dieser Zeitschrift ist ja an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten!

  3. Es ist sicherlich gesund für Kinder raus in die Natur und Wissenschaftler auf Tier und die Jagd. Sie bleiben zu viel vor der Playstation usw.

  4. Ob ein Metzger seine Kinder auch mit ins Schlachthaus nimmt? Diese Jäger sind doch echt von allen guten Geistern verlassen!

  5. Moin Moin,
    in einer Zeit wo Technik *fast* die Oberhand gewonnen hat, waere ich froh mehr junge Menschen ( Kinder ) wuerden sich fuer Tier & Wald interessieren, statt fuer PC & Handy ….Aber naja so ist die Zeit so ist die Welt in diesem Sinne , tolle Webseite 🙂
    Gruesse & Waidmannsheil
    KLAUS

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