kinderjagd

Liebe Fallensteller, Sauenjäger, Waidmänner!

Kinder beschäftigen sich ja, falls sie überhaupt irgendetwas tun, meist mit völlig sinnbefreiten Sachen. Sie spielen mit der Playstation 4, blättern in Comic-Heften oder surfen im Netz.

In der Schule lernen die Gören auch nichts Vernünftiges. Welchem 12-Jährigen ist denn schon bekannt, dass sich im Wald unzählige Schweine herumtreiben und mit ihren harten Borsten Bäume zu Kleinholz verarbeiten? Die immensen Waldschäden, verursacht durch Tiere, kommen im deutschen Lehrplan einfach nicht vor.

Unter dem Titel „Kinder und Jagd – Pirsch statt Playstation“ nimmt sich die aktuelle Ausgabe der „Deutschen Jagd Zeitung“ des Themas an. Dem ästhetisch äußerst gelungenen Cover ist zu entnehmen, dass es auch anders geht: Ein blond gelockter Jüngling sowie ein weiterer Knabe, gehüllt in Müllwerker-Kleidung, zerren an den blutigen Kadavern frisch erlegter Wildsäue herum … und gucken währenddessen leicht desorientiert auf eine unsichtbare Bezugsperson.

Das ist doch mal was anderes, als an der heimischen Spielkonsole Zombies und andere Phantasiemonster abzuschießen! Diese beiden Kinder konnten live erleben, wie eine Kreatur tatsächlich vom Leben in den Tod befördert wird. Sie durften sogar die noch dampfenden Tierleichen berühren.

Aber wieso muss derartiges denn immer privat organisiert werden? Wieso kann der Staat nicht dafür sorgen, dass unser Nachwuchs – sei es aus Kindertagesstätten, sei es aus Grundschulen – gruppenweise an der Jagd teilnehmen kann? Wir Jäger könnten dann Zeugnisse an die Kinder verteilen, und wenn sich ein Balg besonders bewährt, dann darf es auch selbst mal eine scharfe Waffe in die Hand nehmen und Strecke machen.

Das sollten uns unsere Kinder doch wohl wert sein!

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