Alles kaputt
Kaputter Arsch, kaputter Elefant …

Bedeutende Staatsmänner und Adelige (Honecker, Mussolini, Göring) waren passionierte Jäger, und auch der amtierende spanische König Juan Carlos ist da keine Ausnahme. Don Juan ist sogar Großwildjäger!

Zu seinen Heldentaten gehörte, dass er in Russland einen zahmen Bären namens Mitrofan ins Jenseits beförderte. Die treudoofe, menschenfreundliche Kreatur hatte man zuvor eigens besoffen gemacht, damit der König auf jeden Fall trifft: Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt diesbezüglich:

„Er [der Bär] soll im Auftrag Wladimir Putins mit Honigwodka in eine heiter-ungefährliche Stimmung versetzt worden sein. Der König versicherte glaubwürdig, dass er, wenn es denn so gewesen sein sollte, davon nichts gewusst habe. Die Königin wiederum, die natürlich nicht dabei war, fühlte sich in ihrem Vorsatz bestärkt, Vegetarierin zu bleiben.“

Juan Carlos erschießt zahmen Bären
Interessant: Freundliche, zahme Bären kann man zunächst streicheln und dann mühelos erschießen!

Diktator Putin fällt also nicht nur der Verdienst zu, die Sowjetunion wiedergegründet zu haben, man kann ihn auch getrost als tapferen Recken im Kampf gegen die Tierwelt bezeichnen.

Zurück zu Juan Carlos: Nach Bären sollten nun, mal wieder, Elefanten dran glauben. Jeder Jäger weiß, welch ein erhabenes Gefühl es ist, wenn ein solch großer Schädling unter lautem Schmerzensgebrüll zu Boden sinkt, gefolgt von dem wunderbaren Erlebnis, einer Elefantenkuh in die toten Augen zu starren und ihr die Stoßzähne aus dem Leib zu schneiden.

Dafür zahlt der ordinäre Waidmann zwischen 10.000 und 20.000 EUR. Für einen edlen Schützen wie den spanischen König hingegen ist das Abmurksen der kolossalen Viecher völlig kostenfrei.

Allerdings nicht risikofrei. Als Juan Carlos jüngst nach Botswana zur Elefantenjagd aufbrach, ereilte ihn ein furchtbares Unglück. Ebenfalls aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erfahren wir:

„Doch dem Mann mit der nach eigenen Worten „eisernen schlechten Gesundheit“, der binnen zwei Jahren schon dreimal unter das Messer musste (Lungentumor, Kniescheibe, Achillessehne), blieb das Pech treu. Er stolperte auf der Treppe seiner Jagdhütte, erlitt eine dreifache Fraktur [Hüfte] und musste in der Nacht zum Samstag in einem zehnstündigen Flug in seine Hauptstadt zurücktransportiert werden. Nun geht es ihm den Umständen entsprechend gut. Aber die nächsten zwei Monate dürfte der König wieder an Krücken gehen.“

Eine Mitschuld des spanischen Königs an seinem Unfall ist kategorisch abzulehnen. Zwar mag er vor der Jagd durchaus zwei bis acht Viagra eingeworfen haben (was die Jagdfreude ja nachweislich erhöht), dass er deswegen aber über sein drittes „Standbein“ stolperte, ist auszuschließen.

Elefantenjäger Juan Carlos posiert vor verendetem Tier
Ein Bild aus glücklichen Tagen: Abgeschossener Elefant rannte im Todeskampf gegen einen Baum!
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